Archive for June, 2007

Kein Getöse sondern Gekröse

Saturday, June 30th, 2007

Aaahh, wie erstaunlich angenehm, gemütlich und ruhig Nachtzug fahren doch sein kann. Normalerweise sind die Nachtzüge vollgestopft mit Evolutionsbremsen und 15 jährigen rumproletenden Teenies. Gestern war’s angenehm ruhig und gemütlich. Ich nehme mal an das hängt damit zusammen, dass dieses Wochenende das Klotener Stadtfest ist und halb Kloten, vor allem das junge Semester, sich da am betrinken ist :)

Ich hab mich wiedermal antizyklisch verhalten und bin mit den Kumpels ins Mascotte gepilgert um Zürichs wohl abgerundetste Party zu geniessen: Royal Flush. Wie befürchtet haben die Club-Filter aka Türsteher, nur Männern in Begleitung Einlass gewährt. Da half leider auch der Spruch, dass wir schwul seien nicht :) netterweise haben sich dann zwei nette und hübsche Ladies als unsere Begleitung ausgegeben.

Nach einem etwas lahmen Start kam die Party aber noch auf volle Touren. Das Bier und die geizig gemixten Gin-Tonics flossen. Beim bestellen eines Caipiroska, zweifelte ich plötzlich an der Fähigkeit des Bar-Personals als ich allen ernstes gefragt wurde ob ich ihn mit rotem oder weissen Vodka wünsche!?
Nebenbei war es äusserst interessant zu beobachten wie bescheuert, plump und peinlich gewisse Anmachversuche von Männern doch sein konnten. Uns und unsere “Begleitungen” hat’s herrlich amüsiert. Schönen Gruss an dieser Stelle an Kuligunde und Ingeborg * ;)

Während ich diesen Eintrag schreibe stelle ich gerade fest wie gut das Gefühl ist, ohne schlechtes Gewissen, nicht-lernend, zuhause sitzen zu können :lol:

- Ranil

* Namen der Redaktion bekannt

Ergo bibamus

Friday, June 29th, 2007

Drum lasst uns trinken!!

Wie bereits angekündigt hab ich heute meine letzte Prüfung abgelegt. Dank guter Vornoten darf ich mir eine 3.7 erlauben und habe immernoch eine 5 als Modulnote :) ich bin also dementsprechend gelassen. Natürlich alles vorausgesetzt, dass meine Durchschnittsrechnung korrekt ist :lol:

Drei Jahre habe ich an der ZHW verweilt. Drei Jahre lang Vorlesungen, Prüfungen und natürlich “studentische Aktivitäten” ;)

In 6 Wochen ist der Einlauf auf die Zielgerade: Start der Diplomarbeit. Bis dahin gibt’s aber noch diverses zu geniessen. Da wäre mal das Züri-Fest, meine Ferien auf Korsika, die Diplomreise nach Spanien und was sonst noch alles dazwischen passt. Natürlich wird es auch darüber diverses zu berichten geben.

Ich werde jetzt erstmal den Abschluss meiner letzten Prüfung feiern und begiessen! Wie schon versprochen, der oder die Erste die einen Kommentar zu diesem Eintrag postet, kriegt ein Bier spendier!

An alle die noch Prüfungen vor sich haben: HA HA! :lol:

- Ranil

Weisse Flagge

Thursday, June 28th, 2007

Vier minus drei macht eins! Im Rennsport bedeutet eine weisse Flagge: letzte Runde, bei mir heisst das noch eine Prüfung!

Am Montag morgen, nach dem Openair hatte ich schon eine Prüfung. Da war ich aber zu übermüdet um sie überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn darüber zu berichten. Eine gute Note gibt’s trotzdem, so hoffe ich zumindest!

Heute morgen Internet Sicherheit Prüfung. Da gibt’s nichts spannendes darüber zu berichten. Eine Prüfung wie jede andere, ausser dass sich der Dozent einen Scherz erlaubt hat und kurzerhand meinen Namen als Cipher-Text in die Prüfung eingebaut hat :)

Das Highlight heute war aber mit sicherheit die BWL Prüfung. Für uns Technikum-Studierende ein notwendiges Übel, dementsprechend oft liess sich auch der durchschnitts Techie in der Vorlesung blicken. Ich hab’s auf nicht ganz Pi Vorlesungen geschafft. Da sich bis am Nachmittag leider keine Zusammenfassung des Stoffes vor mir materialisiert hat, war ich leider gezwungen das selber zu übernehmen.

Nach den Strapazen vom unmotivierten Text abkritzeln, haben wir uns dazu entschlossen, im Break-Even eine Stärkung zu uns zu nehmen. Einige würden es Bier trinken nennen, wir nennen es 50 Minütige Intense-Learning-Convention. Die darauffolgende BWL Prüfungslotterie hat wohl derjenige gewonnen der die passenden Antworten per Zufall in seine Zusammenfassung aufgenommen hat. Ich weiss in der Zwischenzeit nur das die drei gängigen Personalmanagement-Instrumente wohl nicht: Peitsche, Kerker und altes Brot sind.

BWL Lernen

Morgen steht noch die allerletzte Prüfung meiner studentischen Karriere an. Passend dazu möchte ich noch einen kleinen Wettbewerb ausschreiben. Der oder diejenige (lesen diesen Blog eigentlich auch Frauen?) der bei meinem morgigen Blogeintrag, werde direkt nach der Prüfung etwas in die Tasten hämmern, den ersten Kommentar schreibt, kriegt von mir ein Bier gesponsert!

An den Kommentar stelle ich keine Ansprüche, je einfallsreicher desto besser natürlich. In diesem Sinne schon jetzt: PROST!!

- Ranil

Jingle bells, jingle bells…

Thursday, June 28th, 2007

“Jo ist denn heut` schon Weihnachten?”, werden sich einige fragen. Nein, natürlich nicht, aber ich habe bereits heute erfahren, was ich zum Fest geschenkt bekomme. Eine Nase. Meine Nase!

Letzten Freitag war ich beim Arzt, der hat mir bei örtlicher Betäubung die gebrochene Nase gerichtet. Ganz der erfahrene Chirurg setzte er dabei auf eine altbewährte Technik: rohe Gewalt. Das hat trotz Spritze verdammt weh getan aber dafür auch ziemlich gut funktioniert. Nur halt nicht 100 prozentig, wie sich heute bei der Nachkontrolle herausstellte. Dementsprechend gibt’s in einem halben Jahr (aha – Dezember) eine richtige Operation. Stilecht mit Vollnarkose, Assistentinnen und viel Operationsbesteck. Dabei wird mir die Nase ein weiters mal gebrochen und das daraus resultierende Krümelmonster wird dann in die richtige Position und Form geknetet. Wie im Töpferkurs – nur ohne das glasieren und backen. Bleibt mir bis dahin nur noch mich zwischen den Modellen Brad Pit und Gerard Depardieu zu entscheiden.

- Kevin

Fasziniert

Wednesday, June 27th, 2007

Gestern habe ich mir zum ersten Mal eine America’s Cup Segel-Regatta reingezogen und ich bin voll fasziniert. Wie der SF Segel-Experte sagte, nein ich rede nicht von Beni Thurnheer :) , ist ein so abwechslungsreiches Rennen wie gestern leider sehr selten. Nichtsdestotrotz war es so spannend, dass ich mich heute gleich noch vom vierten Rennen berieseln liess.

Ich habe zwar nicht wirklich viel Ahnung vom Segeln, also wenn ich ehrlich bin gar keine! Das ändert sich aber bestimmt wenn ich dann mal meine 50m Segelyacht besitze :lol: *hust* … selbstverständlich samt Porsche am Hafen bereitstehend…

Genug geträumt. Wer noch kein America’s Cup Rennen gesehen hat, dem kann ich das nur wärmstens empfehlen. Es ist schon witzig genug Beni’s Unsinn zuzuhören, den der Co-Moderator dann korrigieren muss. Das erinnert mich an die Curlin Moderation der letzten Olympiade: “Nei Beni, so stimmt das natürlich nöd…”

Beni Thurnheer: schreckliche Moderation aber einfach Kult!

GO ALINGHI !!

- Ranil

Videonachtrag

Tuesday, June 26th, 2007

Habe noch zwei kleine Filmchen während dem Konzert von den Fantastischen Vier und Beastie Boys gemacht. Die will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

- Ranil

Southside 2007

Tuesday, June 26th, 2007

50′000 Besucher, über 40 Bands: mein drittes Openair Erlebnis in Süddeutschland!

Bevor das mit dem unbeschwerten Openair Gefühl losgehen konnte gab’s natürlich wiedermal die üblichen Erlebnisse mit der Grenzwache. Drei junge Typen mit Schlafsäcken bepackt und schweizer Autonummer sind für deutsche Grenzwächter, so scheint’s, immer potenzielle Drogendealer. Der bisher dümmste Spruch kam aber eindeutig, als einer den Kopf durchs Fenster schiebt, mich ansieht und sagt: “Sie haben ein Liedflattern! Sind sie nervös?”

Nach langen und nervenden Kontrollen dann endlich der von den Festival Besuchern produzierte Stau :) Endlich am Festival angekommen, schnell das Zelt gesucht (der Grossteil unserer Truppe reiste schon am Donnerstag an) und dann dass erste wohlverdiente Bier entgegengenommen… *gluckgluckgluck* aaaah!

Wie wir erfahren haben hat es beim Aufbau der dritten Bühne einen tödlichen Unfall gegeben und deshalb die dritte Bühne gestrichen wurde. Die sintflutartigen Regenfälle vom Vormittag haben aus dem Festivalgelände zudem ein unvergleichliches Schlammfeld produziert: Schuhe verlieren garantiert!

Southside: Regenbogen

Natürlich gab’s auch diverse Konzerte zu erleben:

Wie schon mal erwähnt habe ich mich aber vor allem auf Die Fantastischen Vier und die Beastie Boys gefreut! Sonntag Abend, es dämmert, die Bühne steht Bereit, And.Ypsilon kommt auf die Bühne und bringt den Beat vom neuen Song: Mission Ypsilon.
Dann geht’s los und zwar mit viel Energie quer durch das Fanta4 Repertoire, spätestens bei “Was Geht!?” gibt’s kein halten mehr: Das Heimpublikum der Fantas geht voll ab! Ich mittendrin statt nur dabei die coole Show am geniessen :)

Southside: Fanta4

Als letzte Band dann die Beastie Boys. Was als erstes aufgefallen ist: “Wow sind die alt geworden!!!” aber wer jetzt glaubt die lassen sich deshalb unterkriegen liegt komplett falsch :)
Body Movin’ - Intergalactic und natürlich Sabotage mit einer Power vorgetragen an der sich Herr Manson mal ein Beispiel nehmen könnte! Einfach genial :D

Kurzum lässt sich sagen, dass das Openair Southside wiedermal ein voller Erfolg war. Und wieder mussten wir feststellen, dass man in Deutschland mit einer Schweizerflagge am Zelt ständig nach Weed gefragt wird: “ääähh… ihr seid doch Schweizer oder?” - “NEI MI HÄND KEI GRAS!”. Da hilft auch kein “nach Weed fragen verboten” Schild.

Southside: Zelt

- Ranil

for( i=4; i > 0; i=i-1 ) {

Thursday, June 21st, 2007

Pruefung[i].schreiben();
}

while(Diplomarbeit.gestartet == false) {
Ferien.geniessen();
}

So … das war er: der geekigste Post den ihr je auf diesem Blog sehen werdet. Aber damit will ich zeigen, dass ich noch genau 4 Prüfungen zu absolvieren habe und dann ist das Studium aus und vorbei, natürlich folgt dann noch die Diplomarbeit. Die ist aber nicht mit in den Lektionen rumtümpeln und Prüfungen schreiben vergleichbar.

In noch näherer Zukunft als das Semesterende ist nur noch das Southside Openair!! Das wird bestimmt wieder genial:
Arcade Fire - Beastie Boys - Incubus - Less than Jake - Marilyn Manson - Mogwai - Pearl Jam - Placebo - Queens of the Stone Age - Snow Patrol - Sonic Youth und natürlich meine persönlichen Headliner Die fantastischen Vier!!!

Drei Tage Ausnahmezustand bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein (gemäss Wetterbericht ist’s zwar nur sosolala aber drückt uns die Daumen!)

- Ranil

Dupliblog

Thursday, June 21st, 2007

Die Verwirrung scheint gross bei euch Lesern seit Kevin diesen Blog “besudelt” hat ;)

Da wir ja nicht wollen, dass ihr euch beim lesen überanstrengt bieten wir euch diverse mögliche Hilfen zur Unterscheidung.

  1. In der Titelleiste steht jeweils von wem der Post geschrieben ist
  2. Wir signieren jeden Post mit “- Ranil” oder “- Kevin”
  3. Der RSS-Feed unterstützt ebenfalls eine Authoren unterscheidung (Clientabhängig)
  4. Wer mit Bookmarks arbeitet kann Ranil oder Kevin ablegen, wenn ihr nur die Posts des jeweiligen sehen möchtet.

So, wir hoffen, dass wir euch damit genug helfen zwei Schreiberlinge voneinander zu unterscheiden :)

- Ranil

Das Greenfield und seine Nachwirkungen

Tuesday, June 19th, 2007

Mein Schlüsselbein ist geprellt, meine Nase gebrochen - es war trotzdem super!

Aber ich fang noch mal von vorne an. Donnerstagabend ging’s zusammen mit einem Studikollegen los nach Interlaken ans Greenfield Festival. Ausgerüstet mit ein paar Bier, einer Familiendose Schnupftabak und dem Railaway Ticket der SBB. Unspektakulär, weil gut durchorganisiert, verlief alles glatt. Das Reisen, die Shuttle-Büsse, der Bändeltausch, die Eingangkontrolle. Das Zelt schlugen wir bei Kollegen auf, welche schon früher angekommen sind. Darunter einige Berner, welche ich noch von letztem Jahr kannte (der Dialekt an sich ist ja OK, aber gewisse Ausdrücke - zum schiessen komisch). Donnerstag waren natürlich noch keine Konzerte, aber der Baccardi-Dome und die Marlboro-Lounge hatten schon Hochbetrieb und lockten mit Rockstoff. Ausgang war also angesagt, aber nicht bis in alle Ewigkeit, denn am Freitag ging’s schliesslich mit dem Festival los.

Und was gehört zu diesem Festival? Natürlich eine Extraportion Regen. Diese harrten wir im trockenen Riesen-Vorzelt bei Musik, Bier und Katerwein aus, und amüsierten uns über klatschnasse Neuankömmlinge und Pavillons die als Segel eine bessere Figur machten als als Vorzelt. Nachmittag und Abend, welche sich schon viel trockener gestalteten, waren den Konzerten vorbehalten. Nachts waren wir auf der Suche nach Däninnen (nicht sehr erfolgreich) und gründeten eine Sekte deren Sinn aussen- wie innenstehenden Personen weitestgehend verschlossen blieb.

Der Samstag begann mit einer herben Enttäuschung. Nach The Used hat mit My Chemical Romance die zweite grossartige Punkband abgesagt, die ich gerne gesehen hätte. Dafür brannte die Sonne heiss vom Himmel, wie sich das gehört. Also ab in die “Stadt” für ein überteuertes Essen im Coop-Restaurant begleitend zum Einkauf der Alkoholika für den Abend. Abend? Kaum waren wir wieder auf dem Zeltplatz angekommen wurden die Weine auch schon entkorkt. Das führte dazu, dass mir eine detaillierte Wiedergabe der Ereignisse des Nachmittags nicht mehr möglich ist.

Nicht mehr so schnell vergessen werde ich hingegen das Less Than Jake Konzert kurz vor Mitternacht.
Wie sich das für ein Punk-Konzert gehört war ich knapp vor der Bühne in der feiernden Menschenmenge. Bei dem dort üblichen “Tanzstil” sind blaue Flecken keine Seltenheit, grössere Verletzungen jedoch die Ausnahme. Die Ausnahme – aber nicht ausgeschlossen. Irgendwann, flog mir irgendwer vor die Füsse, über den ich irgendwie stolperte. Als ich so auf dem Weg in Richtung Betonboden unterwegs war, kam von der Seite ein Knie, dass meine Nähe suchte. Und diese Fand es dann auch. In meinem Gesicht.
Schon mal auf einen frischen Kartoffel-Chip gestanden? Etwa dieses Knacken – nur lauter – und mitten im Kopf. Den Rest des Konzerts verbrachte ich dann sitzend am Rand und blutete mir meine Kleider voll. Der Abend war gelaufen und ich verpasste nach all den Absagen aufgrund dieses Vorfalls auch noch Me First And The Gimme Gimmes. Nerv!

Den Sonntag litt ich dann so vor mich hin. Weniger wegen der Nase, als wegen des Schlüsselbeins, dass ich mir wohl ebenfalls beim Stürzen gestaucht hatte. Da dieses direkt an der Schulter hängt, schmerzte beinahe jede Bewegung des linken Arms. Nichtsdestotrotz liess ich das Openair noch mit ein paar Konzertbesuchen ausklingen. Darunter mein persönliches Highlight Stone Sour. Musikalisch hoch stehend mit einer Palette die von Balladen bis hin zu richtig harten Stücken, unter Einsatz eines unablässig treibenden Doublebass, reichte. Sogar eine spontane ‘Sweet Home Alabama’-Publikums-Karaoke war dabei.
Während dem Incubus Konzert ging’s dann nach Hause. Lädiert, aber glücklich.

Gestern war ich im Spital und liess mir den Nasenbeinbruch bestätigen. Heute war ich bei einem Chirurgen zur weitern Besprechung. Am Freitag wird meine Nase wieder repariert. Hoffentlich klappt das. Ich freu mich schon auf zehn Tage mit einem beschissenen “Schutz” im Gesicht.

- Kevin