Archive for January, 2008

Bye Bye OZ

Thursday, January 31st, 2008

Meine Zeit in Downunder neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Noch ein Tag und dann gehts noch naeher an die Datumsgrenze und noch weiter suedlich: Neuseeland! Auf der einen Seite bin ich etwas traurig, dass ich Australien verlasse, denn ich hatte eine wirklich gute Zeit hier und immens viel gesehen und erlebt. Auf der anderen Seite freue ich mich riesig auf das Maori Land, da ich genau weiss, dass ich da mindestens genau so viel erlebe und genau so viel sehen werde, ohne dabei australische Distanzen ueberbruecken zu muessen. Zieht euch mal dieses Bild rein und rekapituliert was ich alles in weniger als zwei Monaten gemacht habe :)

Wie ihr vielleicht anhand der neuen Fotos auf Flickr bemerkt habt bin ich wieder in Sydney und lasse meinen Aussie Aufenthalt in der wunderpraechtigen Grossstadt ausklingen. Heute hab ich mich auf “Insiderrat” hin zum Taronga Zoo begeben. Ist wirklich ein sehr schoener Zoo und die Aussicht ueber die Stadt von da “is very nice, i like”.

Es ist also Zeit den Aufenthalt hier mit ein paar Worten abzurunden.
Australien, ein sehr bieriges Land, zig gute und zig langweilige Biere gibt’s und vor den Bars und Clubs stehen teilweise so viele Tuersteher wie bei uns an einem Fussballspiel. Im Winter (ihrem Sommer) laeuft in jeder Bar Cricket und im Sommer (ihrem Winter) proleten alle zu Aussie Rules Football rum. Australier sind Sportvernarrt und sie fiebern mit allem mit was australisch ist, voellig egal ob sie die Person eigentlich gar nicht ausstehen koennen (Lleyton Hewitt) oder keine Ahnung von den Regeln haben (Fussball).
Doch so bierisch das Land auch ist: wer in einem Park gemuetlich ein Bier trinken will riskiert eine saftige Busse plus (fast noch schlimmer ;) ) Beschlagnahmung des fluessigen Goldes, denn trinken in der Oeffentlichkeit ist hier ein “no go” (wie businesshaft ich das wieder formuliert habe)
Etwas anderes spezielles, die Aussies haben bekanntlich einen etwas schraegen Slang, vor allem wenn man sich weiter von den Staedten entfernt. Dann klingen ploetzlich diverse Worte voellig identisch wie z.B. lake & like, bake & bike, make & mike usw. Das heisst wenn ich meinen Namen buchstabiere, schreiben die hier jedesmal Ranal, wie nervig. Wenn man sie darauf anspricht gibt’s immer die gleiche Antwort: “hey i never realized that… but you’re right” *lol*

Morgen in Manly Beach nochmals etwas Aussie Strandleben geniessen und am 2. Februar geht’s ab auf die Suedinsel!

- Ranil

PS: Ich hab mir in Melbourne uebrigens noch “Sweeney Tod” reingezogen. Hier meine Kurzrezession: blutruenstig geiles Tim Burton typisch duesteres Musical mit Johnny Depp, was will man mehr?

Groovie Groove

Monday, January 28th, 2008

Ja, ich lebe noch. Tut mir leid, dass es etwas still um mich geworden ist. Ich bin immernoch in Melbourne, mein Cousin ist inzwischen zurueck aus Sri Lanka, es gibt viel aufzuhohlen seit wir uns das letzte mal getroffen haben.

Was hab ich sonst in Melbourne gemacht? Vieles und doch gar nichts :) etwas Shopping (allzuviel kann ich ja leider nicht einkaufen da ich nicht alles mit mir rumschleppen kann) leckere Restaurants ausprobiert, mir die Halbfinal Spiele der Frauen in der Rod Laver Arena reingezogen und auf Grossleinwand deprimiert zugeschaut wie Sportidol Roger Federer vom OZ Open Sieger degradiert wurde und gestern ein bischen Squash gespielt. Natuerlich hab ich auch das verlaengerte Australia Day Wochenende kraeftig gefeiert, dabei diverse Melbourner Clubs abgecheckt und nach langem wiedermal gute Hip Hop Parties genossen.

Flinders Station Melbourne Southbank

Bald geht’s wieder zurueck nach Sydney fuer ein paar Tage und am 2. Februar gehts ab ins Kiwi Land. Den Lonely Planet hab ich schon gekauft und ich freue mich auf etwas Natur Erlebnisse und ich bin bereit den Haka zu lernen ;)

- Ranil

Melbourne

Monday, January 21st, 2008

Ich bin nun schon einige Tage in Melbourne, das heisst es ist Zeit euch mal etwas von dieser Stadt zu erzaehlen. Wenn Sydney Muenchen ist: wunderschoen anzusehen und etwas snobbig… dann ist Melbourne definitiv Berlin: weniger attraktiv, etwas rauher und in vielen Ecken und Winkeln versteckt sich etwas geniales. Dank den Kumpels von Cousin Dhanushka und dem Lonely Planet darf man diese genialen Plaetzchen auch entdecken. Wie zum Beispiel die St. Jeromes Bar in einem Seitengaesschen das auf den ersten Blick nur irgendwelche Muelltonnen beherbergt. Auf den zweiten Blick sieht man dann eine coole Bar die einen kleinen verwinkelten Innenhof als “Dancefloor” nutzt, die drinks sind spottbillig und das Publikum angenehm schraeg :)
Ganz in der naehe eine coole Rooftop Bar die sich ab und zu in ein Openair Kino verwandelt. Als ich da war, stand “The Neverending Story” auf dem Programm, inmitten der Melbourner Skyline in Erinnerungen schwelgen und mit wildfremden Leuten prosten. Wie geil ist das denn bitte :)

Es heisst immer, dass man in Melbourne in einem Tag alle vier Jahreszeiten erleben kann. Als ich das gehoert habe, dachte ich nur: “jaja blablabla” doch es ist tatsaechlich so. Wenns am Morgen noch regnet und “kuehle” 18 Grad hat, heisst das noch lange nicht dass ein paar Stunden spaeter nicht jede Wolke verschwunden ist und man in 36 Grad vor sich hin schwitzt. Fuer mich hiess das bisher das ich bestimmt immer die falsche Klamottenwahl getroffen habe, ist anders auch gar nicht moeglich, ausser man hat immer die komplette Garderobe dabei ;)

Das Melbourner Partyleben ist ziemlich cool, was ich vor allem speziell finde ist, dass hier auch an einem Sonntag ziemlich viel los ist. So bin ich gestern mit Allan und Bhav zur Starbar gepilgert. Eine Bar in South Melbourne, ringsum ist gar nichts und es wirkt alles tot. Das einzige was auf eine Party hindeutet ist ein Schild auf dem steht “Melbourne’s best Sunday Session” und ein paar Tuersteher. Spaeter am Abend ist dann der zweistoeckige Club “graglet volle” und “the crowd goes wild” :D

Naechstes Wochenende ist Australia Day und Cousin Dhanushka kommt aus Sri Lanka zurueck. Grund genueg fuer mich meinen Aufenthalt hier in Melbourne noch etwas zu verlaengern. Schliesslich will ich ja auch noch ein Halbfinal Tennisspiel Live sehen.

“Strong Vibe!”

- Ranil

Tennis Fotos

Sunday, January 20th, 2008

Es sind jetzt auch ein paar Fotos vom Australian Open online. Schaut doch mal rein.

Australian Open 2008

Australian Open

Saturday, January 19th, 2008

Gestern bin bin ich zum Australian Open beim Melbourne Park gepilgert. Fuer sehr sehr faire 29.- kriegt man naemlich einen sogenannten Grounds Pass. Damit kann man sich den ganzen Tag auf dem ganzen Gelaende frei bewegen. Einzige Restriktion: man kann nicht in die beiden grossen Arenen Rod Laver und Vodafone. Zumindest nicht in der Regel ;-) beim abendlichen Spiel zwischen Jarkko Nieminen und Mardy Fish hat’s ueber dem Margaret Court ploetzlich leicht geregnet. Das Spiel wurde daraufhin in die Vodafone Arena verschoben und wir hatten auch mit dem Grounds Pass zutritt! Geilo!

Was ich auch mehr als ueberraschend fand, war dass ich meine SLR Kamera verwenden durfte. Ich kann mich erinnern, dass das im Hallenstadion immer strikt verboten war. Hier ist die einzige Restriktion, dass das Objektiv keine groessere Brennweite als 200mm haben darf. Beim Fotografieren in der Vodafone Arena musste ich dann leider feststellen, dass mein Zoom zwar gut genug ist um die Spieler im Bild zu haben, die Blende von 5.6 aber leider doch etwas zu klein ist um wirklich gute Bilder zu machen. War aber auch vollkommen egal, denn ich bin nicht zum Australian Open um Fotos zu machen sondern um Weltklasse Tennis zu sehen. Wie die Spiele zwischen Mikhail Youzhny (14) und Ivo Karlovic (20), Elena Dementieva (11) und Shahar Peer (17), Nicole Vaidisova (12) und Ai Sugiyama oder eben dem sehr unterhaltsamen Spiel von Jarkko Nieminen (24) und Mardy Fish.

Den Knueller des Abends, oder besser gesagt der Nacht: Philipp Kohlschreiber (29) gegen Andy Roddick (6) hab ich mir dann noch vor dem Fernseher angeschaut, was fuer ein Spiel!!! Ich hoffe ihr habt das nicht verpasst, war mindestens so Spannend wie der 2007 Wimbledon Final zwischen Federer und Nadal.

Heute Abend geht’s dann dick in die Melbourner Partieszene, mal sehen was das so zu bieten hat. Falls ich mich noch an die Details erinnern kann gibt’s bestimmt einen Eintrag von mir ;)

“Advantage Ranil”

American Gangster

Thursday, January 17th, 2008

Scarface, Good Fellas, Casino, The Godfather und American Gangster! Ein muss fuer alle Fans von Mafia Filmen. Als ich gesehen habe, dass American Gangster in Australien eben erst angelaufen ist und somit noch in den grossen Kinosaealen gezeigt wird konnte ich nicht widerstehen.

In den ersten Sekunden des Films gibt Ridley Scott gleich mal den Tarif durch und zeigt eine Mafiafilm maessig brutale Szene. Auch waehrend dem Film gibt’s richtige “Wegguckerszenen”, der Film ist aber bei weitem nicht so brutal wie andere aus dem Genre, Casino zum Beispiel. Wie jeder Gangster Film folgt auch dieser dem Aufstieg und Fall Schema, gehoert einfach dazu. Denzel Washington ist gewohnt ueberzeugend und die Rolle passt ihm perfekt. Es ist zwar ausnahmsweise keine Armee oder Polizei Rolle, sein typischer Schauhspiel Stil dringt aber auch hier wieder durch. Russell Crow zeigt schon eher, dass er ein vielseitigerer Schauhspieler ist.

Es ist lange her seit ein guter Mafia Film ueber die Leinwand geflackert ist (wuerde behaupten Good Fellas war der letzte) und American Gangster hat meinen Durst nach dem Genre geloescht aber gleichzeitig Lust auf mehr gemacht. Wer Gangster Filme mag wird Ridley Scotts neuen Streifen lieben, wer nicht, wird sich wohl auch nicht fuer American Gangster begeistern koennen.

Wenn ihr euch den Streifen anschaut, denkt an meine Worte. Die Kernaussage des Films ist: “tragt keinen Pelz” ;)

“Daumen hoch!”

- Ranil

Sardinenbuechsenstyle

Wednesday, January 16th, 2008

So, ich bin inzwischen in Melbourne angekommen. Eine echt coole Stadt auf den ersten Blick. Allzu viel hab ich davon aber noch nicht gesehen, deshalb werde ich etwas spaeter ueber Melbourne berichten.

Dafuer gibt’s einiges ueber die Reise von Adelaide nach Melbourne zu berichten. Zuerst mal der Abschlussabend in Adelaide. Ich hab euch gesagt, dass Adelaide eine eher ruhige Stadt ist. Am Wochenende legt die Stadt ihren Schafspelz beiseite und zeigte eine bissigere Seite! Auf Hinweis einer Barlady (die mir den miesesten und seltsamsten Caipiroska ever gemixt hat) bin ich in einem echt geilen Electro Schuppen gelandet: Electric Circus. Man koennte sagen Adelaide’s Hive.

Am naechsten Morgen ging’s dann mit unserem Mietwagen ab richtung Melbourne. Doch zuerst mussten wir mal unseren Schock verarbeiten, dass wir nicht wie am Telefon abgemacht einen Mitsubishi Lancer, sondern einen mikrigen Hyundai Getz vor uns hatten. Vier Personen, inkl. Gepaeck in einem Auto der VW Polo Klasse. Dank Militaerphilisophie: “wenns noed mit gwalt gaht, gahts sicher mit no meh gwalt” hatte alles so einigermassen Platz und wir konnten unsere Reise antreten. Erster Stop Mount Gambier mit dem Blue Lake. Ein echt seltsamer See, der aus noch nicht bekannten Gruenden in den Sommermonaten Knallblau wird, seht selbst!

Hyuandai Getz Blue Lake

Da wir mehr als genuegend Zeit auf der Great Ocean Road hatten (minimum Automiete 4 Tage) habe wir entschieden noch einen kurzen Stop bei den Grampians zu machen. Ein kleines Gebirge im sueden Victorias mit einem Wanderweg auf hoechsten Berg des Gebirges (1000m) ….. uuuuuuuuuhh ;)
Am dritten Tag gings dann endlich auf die Great Ocean Road, vorbei an der “London Bridge”, den “12 Apostels” alles auf einer coolen Strasse direkt am Meer. Ich haette gemordet ein Cabio zu haben! Zur Great Ocean Road muss ich aber sagen, dass sie zwar sehr schoen ist, ich persoenlich die Kuestenstrassen in Korsika um einiges spektakulaerer fand. Was die Aussies als kurvig bezeichnen sehe ich eher als Autobahn ;-)

12 Apostels Great Ocean Road

Als Abschluss der Reise haben wir noch in Torquay gestoppt. Einem weiteren Surfmekka in Australien. Nicht nur weil Rip Curl, Reef, Quicksilver und wie sie alle heissen die Surfstadt ihre Heimat nennen, sondern auch weil hier der Surf ziemlich gut und vor allem gross werden kann! Wenn man aber nicht an den Strand mit den Killerwellen geht kann man auch als Rookie einige Wellen surfen. Ja, ihr ratet richtig. Ich konnte’s mal wieder nicht lassen und musste ein Surfboard mieten. Langsam aber sicher geht’s immer besser, ich kann bereits so ansatzweise Kurven fahren :)

Wie gesagt bin ich jetzt in Melbourne, in der Wohnung von Cousin Dhanushka und plane heute Abend ein Australian Open Match zu besuchen. Mal schauen ob’s klappt.

“Matchball”

- Ranil

South Australia

Friday, January 11th, 2008

Puh, viel ist geschehen seit dem letzten Post, doch wieder mal alles der Reihe nach, zumindest so mehr oder weniger. Nach der hitze im Red Centre bin ich nach Adelaide weiter um noch etwas weiter zu schwitzen, ist aehnlich heiss hier. Wenigstens kuehlt es in der Nacht etwas ab.

Adelaide ist ein huebsches Staedtchen, viele Parks und sonstige Gruenflaechen und vor allem diverse cool aussehende alte Haeuser (fuer aussie Verhaeltnisse alt). Der ideale Platz um einfach mal ein bischen rumzuhaengen. Adelaide gilt vor allem als ruhige Stadt und ruhig ist es hier wirklich. Unter der Woche eine gut gefuellte Bar zu finden ist ohne Insiderwissen kaum machbar. Apropos Insiderwissen, heute hat mich ein Kumpel von Cousin Danushka etwas in Adelaide Hills herumchauffiert und mir unter anderem einen witzigen Damm gezeigt: “the whispering wall”. Das spezielle daran ist das der Damm fast halbrund ist und man deshalb vom einen Ende zum anderen “telefonieren” kann, ziemlich schraeg und witzig. Weiter gings dann nach Barossa, zum Jacobs Creek Weingut um das eine oder andere Glas Wein zu kippen… der Wein ist uebrigens sehr lecker, also mir hat er zumindest gefallen besonders der “Reserve Merlot” *cheers*

Adelaide Adelaide

Eine der Attraktionen rund um Adelaide ist Kangaroo Island, das vor allem interessant ist, da man die Moeglichkeit hat viele wilde Aussie Tierchen zu betrachten, viele Koalas, Possums, Pinguine, Seals (mit putzigen Jungtieren an der Seite), Kangaroos und Wallabies (nicht nur ueberfahrene)
Es hat auch hunderte Straende entlang der Insel, wie zum Beispiel die Vivonne Bay, in der wir etwas Body Board Action geniessen durften. Ploetzlich wurde Tourguide Scott (sehr umgaenglicher Typ mit vielen coolen Stories) ganz aufgeregt, beim Blick weshalb entdecke ich ploetzlich ein dutzend Flossen aus dem Wasser ragen: Delfine! Sie sind genau auf uns zu geschwommen. Einer hat sich noch als Hochspringer versucht und ist souveraen ueber eine Welle gesprungen, cooler Anblick so aus naechster Naehe!

Kangaroo Island Kangaroo Island

Dann sind auf der Insel natuerlich noch die “Remarkable Rocks”, die wirklich einfach remarkable sind… und nicht zu vergessen “Little Sahara”, das zum Sandboarden und Sandschlitteln eingeladen hat. Leider hat keine der beiden Aktivitaeten meinen Drang ein Snowboard unter den Fuessen zu haben gelindert.

Ihr seht ich hab in den letzten Tagen einiges erlebt und ich bin schlicht und einfach zu faul um meine Finger wund zu tippen :) Morgen geht’s mit zwei Gummihalsmaedchen und einem Italo in Richtung Great Ocean Road damit ich dann so ungefaehr am 15. oder 16. in Melbourne bin.

Realize!

- Ranil

Hot, hotter, Red Centre

Saturday, January 5th, 2008

Es ist mittag, die Sonne steht im Zenit und das Thermometer zeigt nicht weniger als 42 Grad an. Genau, ich bin im Red Centre, genauer gesagt in Alice Springs angekommen und hab auch schon eine drei Tages Tour zum Ayers Rock, den Olgas und dem Kings Canyon hinter mir. Doch wiedermal alles der Reihe nach.

Von Sydney nach Alice Springs, das ist vom Civilisationsunterschied etwa wie von Zuerich nach Aarau… *scherz scherz*
Ueber Alice Springs gibt’s eigentlich nicht viel zu sagen, ein kleines Nest das vor allem als Ausgangspunkt fuer die verschiedenen Touren dient, oder als laengeren Rastplatz fuer Reisende zwischen Darwin und Adelaide. Traurigerweise ist das Staedtchen voller betrunkener Aboriginies, der Anblick ist ziemlich deprimierend wenn man bedenkt dass wir hier doch immerhin in ihrem Land sind und nicht umgekehrt.

Doch nun zur Tour. Frueh morgens ging’s los denn ich bin hier in Australien und da heisst “in der Naehe” schnell mal das man etwa 3-4 Stunden fahrt auf sich nehmen muss. Erster Stop: Uluru, oder besser bekannt als Ayers Rock. Mitten im nirgendwo ein riesiger Steinklumpen. Doch sehr eindruecklich und voller verschiedenster Kerben, Loecher, Aushoehlungen etc. In der prallen Nachmittagssonne sind wir dann um das Aboriginie Heiligtum marschiert, um dann spaeter den Sonnenuntergang zu geniessen. Eigentlich sollte Uluru im Abendrot seine Farbe aendern, leider hatten wir nicht viel Abendrot und so wurde er nur immer grauer und grauer :)

Ayers Rock Ayers Rock

Nach einem Freiluftschlaf unter millionen von Sternen (so ganz ohne Lichtverschmutzung) hiess es frueh aus den Federn, um Uluru waehrend dem Sonnenaufgang zu erleben. Dann ab zu den Olgas, auch Kata Tjuka genannt. Eine weitere Felsformation, die ich persoenlich spektakulaerer fand als Ayers Rock, seht euch die Fotos an und entscheidet selbst, die Aussicht war fantastisch!

Olgas Olgas

Nach einer weiteren Wanderung durch die Felsformationen gings zur Kings Creek Station und da hab ich die Chance gepackt um eine einstuendige Quad Tour zu unternehmen. Mit Vollgas gings mit dem 250cc Quad durch die sandige Gegend, immer auf der Hut von Aesten und Bauem, ducken war angesagt! Leider haben nur der Fahrtleader und ich so richtig Gas gegeben, so mussten wir bei jeder Abzweigung laaange warten bis wieder alle brav aufgeschlossen hatten. Etwa in der haelfte des Trips ist passiert was passieren musste, jemand hat einen Baum geknutscht und den Quad sauber zusammengestaucht. Nein ich komme jetzt nicht mit dem Spruch: Frau am Steuer ;)
Wie dem auch sei, danach ist vieles etwas durcheinander geraten und wurde etwas chaotisch. Nichtsdestotrotz bin ich noch ein paarmal dazu gekommen den Quad mit vollgas um die Kurven driften zu lassen.

Kings Canyon Kings Canyon

Am dritten Tag, also heute war dann der Kings Canyon auf dem Programm, wieder frueh Morgens ging’s aus den Federn. Vor allem mit dem Ziel den 7km Marsch um den Canyon nicht in der Mittagssonne verbringen zu muessen. Was mehr als nur eine gute Entscheidung war. Unser Tourguide: Glen, der Marlon Brandos Stimme mit einem krassen Aussie Slang gemixt hat, hat uns waehrend der ganzen Red Centre Tour immer mit coolen und interessante Geschichten und Anekdoten berieselt. Das Erlebnis: “real australia” war also ein voller Erfolg und muss deshalb heute mit der ganzen Truppe bei einem Grillfest mit Bier begossen werden ;)

No worries!

- Ranil

PS: Als wir durch das Outback gecruised sind ist mir immer etwas in den Sinn gekommen. Wie geil waehre es wohl mit dem Porsche 959 Paris-Dakar Version durch die Gegend zu “bolzen” *sabber*

Happy New Year

Tuesday, January 1st, 2008

Flutsch und schon im neuen Jahr 2008… ein Schaltjahr uebrigens. Sydney gilt als eine der Staedte die am meisten unternimmt fuer das Neujahrsfest und jetzt kann ich auch verstehen was damit gemeint ist. Wie an einem Rock Festival werden die Leute zu den zig verschiedenen Plaetzen zum betrachten der Feuerwerke gelotst. Ich bin zusammen mit Nicks Truppe (leider ohne die Finnen) zu Mrs. Macquaries Point gepilgert um eine geniale Sicht auf das Feuerwerk zu haben.

In Sydney bedeutet das, dass man sich schon frueh aufmacht um einen Platz zu haben, sprich schon Mittags!! Als wir bei der Eingangskontrolle (die besten Plaetze werden mehr oder weniger strikt kontrolliert… Festival Gelaende maessig) angekommen sind, waren wir erstmal schockiert von der laaaaaaaaaaaaangen Schlange die sich vor dem Eingang gebiltet hat… doch nach 20min waren wir drin und haben einen gemuetlichen Platz ergattert um die Zeit bis Mitternacht mit Bier und Wein zu ueberbruecken :)

Dann war es bald so weit, die riesige LED “Sanduhr” auf der Sydney Harbour Bridge leert sich und der Countdown beginnt… Zehn, Neun, Acht, Sieben, Sechs, Fuenf, Vier, Drei, Zwei, Eins *PENG*
Keine Gnade fuer knutschende Paerchen, denn das Feuerwerk legt gleich los. Zig Racketen zuenden von der Harbour Bridge und erleuchten den Nachthimmel. Etwas spaeter zuenden auch die Feuerwerke der im Hafen stationierten Boote, komplett synchron versteht sich. Man weiss gar nicht mehr wohin man schauen soll. Als waere das nicht genug zuenden auch noch Racketen von einigen der Hochhaeuser im City Center. Meine optischen Reize sind komplett ueberfordert. Nach 12 Minuten ist dann das waehrend 15 (ja genau 15!!) Monaten geplante Spektakel vorbei.

Danach verlief nicht mehr alles so nach Plan. Vor allem aus dem einen Grund den ich immer propagiere: Demokratie funktioniert nicht :) … ich hatte keinen Plan was wir nach dem Feuerwerk machen koennen (also was wusste ich schon, nur nicht wo) deshalb dachte ich mir ich wuerde dann einfach Nick und seinen Kumpels, die schon laengere Zeit in Sydney leben, folgen. Das hat leider nicht ganz so gut geklappt. Vor allem deshalb weil sich niemand einigen konnte. Einige wollten direkt nach Kings Cross in einen Club, andere wollten in ein Pub an der George Street, nochmals andere wollten zuerst nach Hause, sich umziehen und dann in einen Club etc. etc. Schlussendlich sind wir umhergeirrt nur um fest zustellen das die Parties entweder schon voll waren oder horrende Eintrittspreise (manchmal ueber 100 AUD) verlangt haben. Schade, wir haben’s leider nicht auf die Reihe gekriegt den Abend noch richtig kraeftig feiernd ausklingen zu lassen.

Ich finde das nicht weiter tragisch, denn Silvesterparties sind haeufig eh ueberbewertet und insgesamt war der gestrige Tag und Abend en, wie man so schoen sagt: “En heide Plausch!!”

- Ranil

PS: Fotos vom Feuerwerk gibt’s von mir keine, dafuer ist erstens mein Objektiv nicht geeignet genug und zweitens wollte ich das Feuerwerk geniessen und mich nicht mit Belichtungszeiten und Blendengroessen rumschlagen.