Archive for April, 2008

Nichts ist wahr. Alles ist erlaubt.

Monday, April 28th, 2008

Der Blog ist tot! Es lebe der Blog!

Denn der Reiseblog hat, zumindest für eine Weile, sein Ende gefunden. Der Alltagsblog ist zurück. Und damit auch ich!
(Autor beachten…)

Einige von euch haben die Titelzeile vielleicht erkannt. Sie ist Teil der Story im Spiel Assassin’s Creed, welches seit zwei Wochen endlich auch für den PC zu haben ist. Lange habe ich gewartet. Als Nicht-Konsolenbesitzer habe ich Release Datum um Release Datum (die naturgemäss immer nur nach hinten verschoben werden) still leidend hingenommen. Selbst als alle in die Läden stürmten habe ich die Verzögerung durch die Post tapfer ertragen. Tja… und als ich es dann in den Fingern hatte, hab ich das Teil in zweieinhalb Tagen durchgezockt.

Aber um das Spiel solls hier gar nicht gehen. Sondern um den Satz “Nichts ist wahr und alles ist erlaubt”. Der ist mir in den letzten Tagen gleich zweimal durch den Kopf gegangen, aufgrund zwei verschiedener Filme.

Zeitgeist
Zeitgeist ist ein Dokumentarfilm mit den Themen: Entstehung von Religion, 9/11 und das internationale Bankensystem. Das alles in einer einzelnen Doku? Klingt arg nach Verschwörungstheorie - ist es auch! Für bare Münze zu nehmen ist das ganze also nicht. Nichtsdestotrotz strotzt diese Doku nur so vor interessanten Informationen die mir den ein oder anderen Wow- und Aha-Effekt beschert haben.

Der Film lässt sich relativ fix per Bittorrent laden. Noch schneller gehts allerdings, wenn man sich den kompletten Streifen mit deutschen Untertiteln direkt bei Google Video anschaut.

zeitgeist.jpg

Zwei Stunden Verschwörung - So viel Zeit muss sein!

The Man from Earth
Noch nie davon gehört? Ich auch nicht bevor ihn gesehen habe. Doch nicht nur deswegen bekommt er von mir das Prädikat “Überraschendster Film des Jahres 2007″. Und damit meine ich nicht bloss einen überraschenden Twist am Ende des Streifens (Was? Bruce Willis war die ganze Zeit schon Tot?), sondern das Gesamtkonzept dieser filmtechnischen Perle. Um euch diesen Effekt nicht kaputt zu machen werde ich hier nicht auf den Plot eingehen und ich empfehle euch, euch auch nicht im Voraus darüber zu informieren um was es geht. Die 8.2 Punkte auf der IMDB Skala müssen für sich sprechen.

themanformearth.jpg

Drei-Äffchen-Taktik, Film besorgen, anschauen!

- Kev

10 Questions for the Dalai Lama

Friday, April 25th, 2008

Gestern hab ich mich von Ngawang überreden lassen mir den Film 10 Questions for the Dalai Lama anzusehen. Man hört, liest und sieht ja immer sehr viel in den Medien von dem geistlichen und politischen Oberhaupt der Tibeter und der Film bringt an sich keine neuen Perspektiven oder Ansichten auf die Leinwand. Nichtsdestotrotz ist es eine sehr gute Dokumentation die, sehr respektvoll, den Humor und Witz seiner Heiligkeit (wie Korrekt ich wiedermal schreibe) aufzeigt, ohne dabei den Ernst der ganzen Lage aus den Augen zu verlieren.

Die Antworten seiner Heiligkeit auf die Fragen des Dokumentarfilmers sind an sich nicht Weltbewegend, gesunder Menschenverstand ist wohl die passendste Beschreibung aller Antworten. Ich finde es trotzdem immer wieder faszinierend wie aufgeschlossen das Weltbild von ihm, als religiöses Oberhaupt, ist. Beispielhaft, nicht nur für verkorkste religiöse Halbfanatiker sondern auch für manchen Stammtischler.

Eine Aussage fand ich ganz besonders speziell, leider kann ich sie nicht mehr eins zu eins aus dem Kopf wiedergeben, aber sinngemäss:

“… there’s too much anger and hate. You need to have peace of mind. Have festivities, parties, enjoy life… then you can start to discuss about serious matters…”

Aus jeder Ecke was

Wednesday, April 23rd, 2008

Wenn ihr auf der Suche nach dem ultimativ vielseitigen Album seid, dann zieht euch die Scheibe Freakshow von Krafty Kuts rein. Ich weiss, das Album ist schon zu alt um es als News zu bezeichnen, aber es ist trotzdem noch sehr sehr erwähnenswert. Die Tracks mischeln stiltechnisch so stark zwischen Electro, Funk, Hip Hop, Big Beat, House und sogar Easy Listening umher, dass man überzeugt sein muss das DJ Krafty Kuts gut jonglieren kann.

“Funkytime!”

Sonne her

Sunday, April 20th, 2008

Als ich unterwegs war, habe ich mir immer gesagt, dass wenn ich zurück bin und noch Schnee in den Skigebieten liegt, sofort mein Brett unter die Füsse schnalle und losboarde.

Nun bin ich schon einige Zeit zurück und irgendwie bin ich doch schon mehr in Sommerstimmung (also eigentlich immernoch in Sommerstimmung) als gedacht. Das heisst, ich freue mich vielmehr auf die ersten Badesessions im Zürichsee und Rhein, Grillfeste, Openairs, Modellfliegen, Tischtennis und und und.

Ausserdem müsste ich, zum Snowboarden ohnehin erstmals eine neue Jacke besorgen, ihr erinnert euch.

“Her mit dem Schweizer-Sommer!!”

- Ranil

Im Ofen gebraten

Friday, April 18th, 2008

Kennt ihr das? Ihr habt etwas im Ofen, in meinem Fall vier Toast Hawaii. Beim reinschieben in den Ofen freut man sich schon darauf das in kurzer Zeit zu verspeisen.

Man setzt sich vor den Fernseher, oder irgendwohin wo es sicht gut sitzt und ……. ganz genau: vergisst dass sich der Ofen nicht von selbst ausschaltet*. Wie dem auch sei, witzig ist, dass ich mir Scrubs reingezogen habe und da von “etwas im Ofen haben” geredet wurde. HA! Die perfekt getimte Erinnerung.

In diesem Sinne, wenn ihr zu blöd seid euch zu erinnern oder einen Timer zu stellen, zieht euch Scrubs rein.

“Thank you Dr. Cox!”

* das wäre mal ein Feature… gibt’s das schon? Wenn nicht warum nicht? So komliziert kann es kaum sein einen Ofen geregelt zum Timer auszuschalten.

Giacobbo / Müller

Sunday, April 13th, 2008

Die Schweiz hat eine neue Satiresendung. Ganz so neu ist sie zwar nicht mehr, aber für mich ist sie’s und das ist was bekanntlich zählt ;)

Wir alle kannten und liebten “Viktor Spätprogramm”, einmal im Monat gab’s qualitativ hochwertige Satire, bissige Gespräche, Performances und weiss ich was. Nach der Degradierung von Talkmaster Giacobbo durch Herrliberg Superstar Blocher, das Ende von jahrelangem Mittwochabend-Spass.

Die neue Sendung Giacobbo / Müller ist witzig, nicht zuletzt weil Harry Hasler zurück ist. Der Humor ist bissig wie noch nie und dank Aussagen wie von Ulrich Giezendanner “die chehri au no!” sind lacher garantiert. Auch Peter Tate finde ich eine witzige Idee und seine Abschlusssätzli runden die Sendung passend ab.

Schade ist nur, dass die Sendung etwas künstlich wirkt. Zu wenig Spontanität und etwas zu starken Teleprompter-Groove. Vielleicht würde es der Sendung helfen, wenn sie nur alle zwei oder drei Wochen ausgestrahlt würde und so etwas das Gähn vom (was reimt sich passend auf Gähn?) Spass zu trennen. Wie dem auch sei, besser als Black’n'Blond ist’s allemal :)

“These are my principles, when you don’t like them, I have others”

- Ranil

Zweifelsohne wieder da

Sunday, April 6th, 2008

Ich bin nun seit einigen Tagen wieder in der Schweiz und muss mich an einige Dinge erstmals wieder gewöhnen. Zum einen nicht rauchfreie Bars und Clubs. Nicht das ich jetzt der militante Antiraucher wäre, aber ich muss sagen ich fand die rauchfreien Bars und Clubs doch sehr angenehm.

Etwas anderes das ich ebenfalls nicht vermisst- und trotzdem wieder habe sind unsere klassischen schweizer “Stammtischbünzlijammerer”. Ich kann nur immer den Kopf schütteln und etwas schmunzeln wenn man die klassischen Sätze hört.

“weisch s’gaht eifach durab”
“es isch eifach nümme guet hütt, sklappt ja nüt meh”
“hützutags häsch ja gar kei perspektive meh”

Gut, beim letzten Satz kann ich nur beipflichten und sagen. Jawohl, da stimme ich dir vollkommen zu, ich glaube auch nicht das du noch eine Perspektive hast ;)

Nach dem Welcome-Back Betrinknis Gestern, danke an dieser Stelle nochmals an alle für das zahlreiche erscheinen und das organisieren natürlich, wollte ich früh morgens für einige nicht mehr so ganz spazierfähige ein Taxi bestellen. Ich weiss nicht ob ich beim Taxi Konzept etwas falsch verstanden habe, aber ich dachte immer, dass ein Taxi Unternehmen daran interessiert ist ein Geschäft zu machen und eine Person von A nach B bringen möchte. Bei Glanzmann Taxi scheint das jedenfalls nicht so zu sein.

“Grüezi, ich brücht es Taxi uf Bassersdorf”
“Vo wo!?”
“Vo de Zivilschutzahlag in Chloote”
“Adresse!!?”
“Äh… die weissi nöd gnau, aber de Fahrer weiss sicher wo das isch”
“BRUCH E ADRESSE!!”
“Ja, kei ahnig. Industriestrass irgendwo”
“JA GUET DENN SCHICK ICHS AD INDUSTRIE STRASS IRGENDWO, DENN CHÖND SIE JA LUEGE!”

What the fuck?? Wer von uns ist denn interessiert daran ein Geschäft zu machen? Naja, jedenfalls hab ich mir gedacht, der kann mich mal ich rufe die Auskunft 1818 an und lasse mir die Nummer eines anderen Taxi-Unternehmens in der Gegend geben. Werde auch prompt verbunden.

“Grüezi, ich brücht es Taxi uf Bassersdorf”
“Äääähh… ich glaube da sind sie falsch… mir flüged nöch uf Bassersdorf.”
“??????… hä? Mit wem bin ich denn da verbunde?”
“Mit de Cat Aviation”

What the hell??? Wiso zum Geier verbindet mich die Auskunft mit einer Privatjet Firma?? Tja, einen grossen Lacher war’s jedenfall wert. Wenn ihr also mal ein Taxi benötigt, überlegt zweimal wen ihr anruft.

“Ich brücht es Taxi uf Stockholm”

- Ranil

Back and black

Thursday, April 3rd, 2008

Ich bin wieder zurück, habe meine Umlaute wieder auf dem Keyboard und das Wetter ist wieder grau in grau. Seltsames Gefühl wieder zuhause zu sein, es kommt mir vor als ob es erst gestern gewesen wäre als ich alle Reisevorbereitungen getroffen habe. Doch es ist schön wieder da zu sein, mein schön grosses Bett, Klamotten aus dem Schrank, Badewanne und natürlich alle meine Freunde und Familie!

Ich weiss, nach Plan wäre ich jetzt eigentlich in Sri Lanka und würde weiterhin schön hohe Temperaturen geniessen. Doch die Reise nach Sri Lanka habe ich aus diversen Gründen abgesagt, bzw. auf später verschoben. Kann euch das gerne mal bei einem kühlen Bier erzählen.

Die letzten Tage meiner Reise habe ich also in Singapur und Malaysien verbracht. Singapur, das Monaco des Osten, ein Paradies für “Carspotters” und Shopping ist Volkssport. Doch was Shopping betrifft, ist Bangkok meiner Meinung nach weiterhin unschlagbar. Dann gab’s noch einen kurzen Abstecher nach Malaysien, denn ganz in der Nähe arbeitet Gilbert, ein alter Freund meines Vaters, in einem Golf Resort. So konnte ich noch die Gelegenheit nutzen und ein paar Golf Lektionen zu haben. Dabei habe ich zwei Dinge gelernt, erstens bin ich kein Golfnaturtalent und zweitens ist Golf nicht meine Sportart. Vielleicht mal zum Zeitvertreib einige Bälle auf der Driving Range schlagen, warum nicht, aber sonst… näh, vielleicht wenn ich 40 bin.

Jetzt bin ich wieder da, in der Kälte und allzeit bereit mit euch ein Bierchen oder zwei zu trinken! In den nächsten Tagen werde ich erstmal alle meine Erlebnisse verarbeiten. Rückblickend war’s nicht nur extrem kurz sondern auch äusserst vielseitig. Grossstädte, Tempel, Dschungel, Strassenparaden, Strände, Korallenriffe, Mantarochen, Segeltouren, Parties,  Sportanlässe, Sandwüesten, Dünen, Surfen, Bergseen, Gletscher, Riverraften, Skydiven, Vulkane, heisse Quellen und und und und und, aber vor allem viel viel Sonne!

Ich bin zurück und immernoch der alte, aber massiv dunkler und auch sonst irgendwie besser als vorher ;)

“Keep moving”

- Ranil