Hancock
Wednesday, July 9th, 2008Schon seit einiger Zeit beklage ich mich über Hollywood, da die grossen Blockbuster Produktionen meist nur noch Forsetzungen oder Remakes sind. Deshalb habe ich mich ganz besonders über den Streifen Hancock gefreut, da ich die Idee vom “Arschloch-Superhelden” sehr vielversprechend fand.
Ein Actionfilm geladen mit zynischen Sprüchen und eiskaltem Humor müsste man denken. Doch dem ist leider nur etwa die ersten 10min so, zwischendurch taucht zwar immermal wieder guter Witz auf, doch im grossen und ganzen zieht sich der Film ins nirgendwo.
Wenn ich genauer darüber nachdenke ist klar weshalb. Die Hauptstory, vom arroganten, allgemein gehassten Superhelden der einen Imagewechsel durchmacht, hat einfach zu wenig Fleisch am Knochen um einen Spielfilm zu füllen. Deshalb wird der Film mit Szenen gestreckt die viel zu dramahaft sind für eine Actionkomödie. Bei Spiderman 2 passt das ja vielleicht, aber nicht bei Hancock. Auch sonst wird die eigentliche Hauptstory immer wieder mit irgendwelchen Füllthemen gestreckt und man vergisst irgendwie welcher der vier roten Fäden der richtige ist. Mal geht’s um das, dann wieder um das und plötzlich ist noch eine andere Situation im Mittelpunkt.
Für diejenigen die den Film nicht gesehen haben, mag das jetzt vielleicht etwas wirr klingen, aber ich will diesen Personen schliesslich nicht den Film versauen. Könnte ja sein, dass er euch besser gefällt und da will und kann ich nicht die ganze Story erzählen nur um meine Sätze zu erläutern
Wie dem auch sei, ich hatte eine völlig andere Art von Film erwartet und finde die Bezeichnung Actionkomödie schlicht und einfach falsch. Ich würde es eher ein “humorvolles Drama mit vielen Specialeffects” nennen.
“i’m gonna put your head up his ass…”
- Ranil